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FKK & Saunaclub Artemis - Berlin Berichte,Fragen,... zum FKK Saunaclub Artemis in Berlin,Halenseestr. 32-36


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Alt 10-11-2005, 17:46
Benutzerbild von Fritze
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Exclamation Das Artemis in der Berliner Zeitung von heute

die Berliner Zeitung schreibt in ihrer Ausgabe von heute einen Artikel über das Artmemis:

http://www.berlinonline.de/berliner-..._3/499006.html

Im Gewerbegebiet
Der Klub Artemis ist das größte Bordell Berlins. Ein Unternehmer ließ eine Lagerhalle für seine Zwecke umbauen - er nennt es ein modernes Geschäft
Frank Junghänel

BERLIN, im November. So richtig zufrieden kann Haki Simsek mit seinem Geschäft nicht sein. Er sagt es deutlich, "Berlin ist zwanzig Jahre zurück." Er spricht von Marktanalysen, Potenzial und Bilanzen und wenn man ihn so reden hört, muss man ihm glauben, dass er den Verkauf von Sex für ein ganz normales Geschäft hält. Haki Simsek betreibt das größte Bordell von Berlin, "so etwas finden sie in ganz Europa nicht". Der Klub Artemis, der seit einem Monat im Stadtteil Charlottenburg auf Kunden wartet, würde auf vier Etagen siebzig Frauen und hunderten Besuchern am Tag Platz bieten, aber noch ist die Nachfrage gering. Simsek sagt, "das kommt noch", sein Haus sei ja nun nicht nur das größte, sondern auch das modernste Bordell der Stadt.

Nur, was ist modern in einem Geschäft, dessen Grundlage sich seit tausenden von Jahren nicht verändert hat? Womöglich liegt ein Schlüssel dazu in der Formulierung.

Es macht einen Unterschied, ob man sagt, Männer bezahlen Frauen für Sex - oder, Frauen lassen Männer für Sex bezahlen. Subjekt oder Objekt, die Grenzen in diesem Geschäft sind stets neu zu definieren.

Was Simsek "Wellness-Bordell" nennt, ist eine Kombination aus Spaßbad, Fitnesscenter, Sanatorium, Nachtbar und Puff. Alkohol gibt es bei ihm nicht, "weil Alkohol Männer aggressiv macht und Frauen hysterisch". Das Haus ist behindertengerecht gestaltet, sagt Simsek. Vom Empfang, an dem eine Hostess in schwarzem Rock und weißer Bluse die Schlüssel verteilt, führt ein Fahrstuhl in die Umkleideräume. Drinnen trägt man Bademantel, oder nichts. Im Souterrain gibt es noch ein kleines Pornokino mit anliegenden Kojen. An alles ist gedacht. Simsek sagt, "einige unserer Kunden haben Potenzprobleme".

Der Chef, um die Vierzig, kräftig gebaut und gern im gedeckten Anzug, ist aus Würzburg nach Berlin gekommen. Sein Vermögen hat er mit Spielcasinos gemacht. "Mein halbes Leben bin ich auf der Straße", sagt er. "Wissen Sie, Geld ist etwas dreckiges." Er habe sich entschlossen, sauber zu bleiben. Fünf Millionen Euro hat der türkische Geschäftsmann ausgegeben, um eine frühere Lagerhalle an der Stadtautobahn zu diesem Dienstleistungsbetrieb umzubauen. "Ich habe vierzig Stellen geschaffen, ich habe Konzessionen für alles mögliche, ich zahle Steuern. Ich werde beweisen, dass man so einen Laden ohne Zuhälter führen kann." Im Artemis zahlen die Prostituierten Eintritt, siebzig Euro, genau wie die Männer. Dafür können sie in den Zimmern, die Haki Simsek einrichten ließ, ihrer Arbeit nachgehen.

Die Spätschicht kommt um zwei Uhr nachmittags zum Frühstück. Die Frauen nennen sie sich Valentina, Kati, Janine, Anka. Alle sind blond, Kati hat grüne Augen und ein rundes Mädchengesicht. Sie sitzt allein, hält die Schultern gerade und schneidet ein Brötchen auf. Sie bewegt sich, als trüge sie ein Business-Kostüm, dabei hat sie nichts an. Ihr Arbeitskleid ist die nackte Haut.

"Kann mir jemand sagen, wo ich einen Optiker finde", fragt Kati, "ich muss in die Stadt, Kontaktlinsen besorgen." Die Frauen sind auch nicht von hier. Ein Gast am Nebentisch kann helfen. Er kommt aus Köln, ist aber öfter in Berlin. Der Mann, Ende Dreißig, hält Referate in Volkswirtschaftslehre. Vor seinem nächsten Termin habe er sich ein paar Stunden freischlagen können, wie er sagt. Erst war er schwimmen, danach hatte er Geschlechtsverkehr und nun sitzt er in einem gelben Bademantel und mit blauen Gummilatschen in der Kantine und gönnt sich eine Zwischenmahlzeit. Spiegeleier und Speck. Verpflegung ist im Eintrittspreis inbegriffen, der "entgeltliche Geschlechtsverkehr", wie es korrekt heißt, kostet extra und ist direkt an die Prostituierten zu entrichten. Sie arbeiten auf eigene Rechnung. Anders als in der Branche üblich, wo die Hälfte jedes Lohnes an den Bordellbesitzer geht.

Ein zentraler Bordellbetrieb wie das Artemis hat in Berlin keine Tradition. In der Stadt ohne Sperrbezirk gibt es in jedem Viertel einen Puff, insgesamt vielleicht siebenhundert. Der Berliner bleibt in seinem Kiez. Dennoch sieht der Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen, eine Interessenvertretung der Bordellbetriebe, Veränderungen heraufziehen. "Es wird eine Entwicklung wie bei den Tante-Emma-Läden geben", sagt Karolina Leppert, die in Berlin ein Domina-Studio betreibt, "die Kleinen müssen sehen, wo sie ihre Nische finden."

Seit vor drei Jahren mit der Verabschiedung des Prostitutionsgesetzes das Geschäft mit dem Sex als gesellschaftliche Realität anerkannt wurde, sei ein neuer Typ von Bordellbetreibern zu bemerken, sagt Katharina Cetin von Hydra, der Beratungsstelle für Prostituierte. "Das sind der Bauingenieur oder die Lehrerin, die nun in diesem Geschäft Geld verdienen wollen." Die hygienischen Verhältnisse im Artemis nennt sie außergewöhnlich. Ob das Haus für die Frauen tatsächlich Vorteile bringt, werde die Praxis zeigen.

Bei den vielen Frauen, die in dem Klub arbeiten, herrsche untereinander ein hoher Konkurrenzdruck. Was den Erfolg so eines Großbordells in Berlin betrifft, ist Frau Cetin eher skeptisch. "Die Stadt ist arm, hier gibt es keine Puffkultur wie in Frankfurt, wo Geschäftsabschlüsse auch mal im Bordell gefeiert werden."

Jede der Frauen im Artemis hat ihren Grund dort zu sein. Valentina aus Vilnius, gelernte Köchin, möchte in Deutschland Geld verdienen. Anka aus Polen, Schneiderin, ist alleinerziehende Mutter, ohne Unterstützung. Janine aus Berlin, ohne Berufsabschluss, arbeitete auf einem Pferdehof in Norddeutschland. Sie wollte zurück nach Berlin und hat nur einen Teilzeitjob gefunden. "Ich weiß, wie es ist, wenn man arm ist", sagt sie, "meine Mutter kriegt Hartz IV." Janine prostituiert sich, um ihre Rechnungen bezahlen zu können. Ihr Freund ist dagegen. Seit sie Sex verkauft, hat sie selbst kaum noch Sex. "Aber ich mache das jetzt weiter, solange ich ordentlich davon leben kann."

Tina ist vor zwei Tagen aus Köln hier angekommen. In der vierten Etage des Artemis können Frauen, die nicht in Berlin leben, auch wohnen. Viele Prostituierte sind ständig unterwegs in Deutschland. Angebote finden sie in der Zeitschrift "Heim & Welt", der Kontakt$$$$$ für reisende Prostituierte.

Eigentlich stammt Tina, einunddreißig und gelernte Bürokauffrau, aus Prag. In ihrem jetzigen Job arbeitet sie seit zwei Jahren. Tina macht bei Birgit an der Sportbar Pause. Birgit ist fünfundvierzig und hat in der DDR Facharbeiterin für Lagerwirtschaft und Umschlagprozesse gelernt. Bis zur Wende war sie im Betonwerk, dann arbeitete sie bei einer Hausverwaltung und später im Kaufhof. Ab Oktober wäre sie arbeitslos gewesen. Sie hat sich auf eine Annonce beworben und nun ist sie im Artemis. Sie schenkt hier nur die Getränke aus und ist von ihrem Arbeitsplatz angetan "Das Flair, das Nette, es ist ganz reizend."

Und Tina? "Wer Geld verdienen will, verdient Geld", sagt sie. Eine halbe Stunde kostet sechzig Euro. Tina ist von der Frühschicht geblieben, sie hat noch ein paar Stunden rangehängt. Die Frauen müssen Geduld haben. Tina sagt, die Männer in Berlin sind zu schüchtern." Andere wiederum sagen, sie seien verklemmt - oder schlecht gelaunt.

An der Bar lehnt ein Mann - "schreiben Sie ein Herr aus dem Ruhrgebiet" - der nicht verklemmt ist. Er geht seit zehn Jahren in Saunaclubs. "Nicht nur wegen Sex, ich suche die Kommunikation." Es seien Freundschaften entstanden, die auch draußen gehalten haben." Freundschaften mit anderen Besuchern. Der Mann sagt, er sei Junggeselle, "sonst wäre ich nicht hier." Etwa tausend Euro im Monat gibt er in solchen Klubs aus. "Wenn Sie bedenken, was mich eine Frau mit zwei Blagen kosten würde..." Der Herr aus dem Ruhrgebiet - "schreiben Sie an die vierzig" - kommt manchmal nur zum Gucken. "Es muss nicht sein, dass ich ein Zimmer mache." Gestern allerdings hat er zwei Zimmer gemacht, "es war top". Für einen Puffgänger wie ihn sei es schwer, eine Partnerbeziehung aufzubauen. "Man gibt sich nicht mehr soviel Mühe."

Die Arbeitszimmer liegen in der dritten Etage, jedes ist anders eingerichtet. Es gibt das griechische Zimmer, das spanische, das römische und so weiter. Es gibt dutzende Zimmer, doch die meisten sind leer.

Polizeioberrat Reppmann vom Abschnitt 25, in dem das Artemis liegt, war alles andere als begeistert, dass in seinem Verantwortungsbereich das größte Bordell Berlins entsteht. Er ist im Bauamt Charlottenburg dagegen Sturm gelaufen, allerdings erfolglos. Stadtrat Klaus Dieter Gröhler, der als Bordell-Gegner bekannt ist, sagt, "baurechtlich ist Herr Simsek auf der sicheren Seite". Gegen ein Bordell im Gewerbegebiet sei juristisch nichts einzuwenden. Und nun, da es existiert, kann auch die Polizei damit leben. "Es ist erstaunlich ruhig", sagt Wolfgang Reppmann, "wir hatten noch nicht einen Funkwageneinsatz."

Wenn in den Büros Feierabend ist, wird es im Artemis etwas voller. Die meisten Gäste sind grauhaarig. Angelika sagt, "ich bin nicht mehr in dem Alter, wo ich rot werde, wenn ich einen nackten Mann in der Dusche sehe." Sie ist noch in der Probezeit. Angelika aus Bernau arbeitet als Reinigungskraft im Artemis. Vorher war sie Putzfrau in der Sparkasse, dort verlor sie ihren Job, als sie eine Schmerztherapie begann. Eine Zeit lang war sie berufsunfähig, jetzt muss es wieder gehen. Wenn man fünfzig ist, bleibt nicht viel. Sie bekommt Stundenlohn, an den Tarif angepasst, Schicht- und Feiertagszuschläge werden auch gezahlt. Alle halbe Stunde macht sie ihre Runde durchs Haus, sie sammelt nasse Handtücher und Bademäntel ein, leert die Papierkörbe und sorgt dafür, dass überall genug Küchenrollen bereit liegen. Die Küchenrolle ist das wichtigste Utensil im Bordell. Hunderte Meter Wischpapier werden am Tag verbraucht.

Im Erdgeschoss laufen drei industrielle Waschmaschinen und zwei Trockner ununterbrochen. Bei sechzig Grad löst sich jeder Rückstand an Körperflüssigkeiten auf.

Mit den Männern hat Angelika ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht. "Einige von denen entschuldigen sich fast, dass sie hier sind. Neulich hatten wir einen, dessen Frau an Krebs gestorben war, ach Gott, der tat mir Leid." Dann gebe es aber auch jene, die aus der Kabine ihre Frau anriefen, um ihnen mitzuteilen, dass es später werde. "Schatzi, du brauchst nicht zu warten, so diese Tour." Wie alle Reinigungskräfte trägt Angelika weiße Baumwollkleidung und erinnert so an eine Rettungssanitäterin. Man nennt sie die Weißen Engel.

Gegen acht treffen sich die Frauen der Spätschicht zum Abendessen. Es gibt Kalbsbraten mit Kartoffeln und Broccoli. Über die Arbeit wird nicht gern geredet. Kati sagt, "mein Höchstes hier waren mal neun Gäste, meine Freundin hatte einundzwanzig, aber in zwei Schichten. Die lässt sich komplett operieren, für 15 000 Euro in der Türkei. Das würde ich nie machen." Kati erzählt, dass sie von Beruf Notarfachangestellte ist. In einem Klub in Süddeutschland hat sie begonnen, sich etwas dazuzuverdienen. "Ich wollte das einen Monat machen", sagt sie. Bald ein Jahr ist das nun her. Kati ist dreiundzwanzig. "Fünf Jahre noch", sagt sie, "und dann habe ich meinen eigenen Kosmetiksalon." Auch diese Illusion ist tausend Jahre alt.

Eines haben Haki Simsek und die Frauen im Artemis gemeinsam - was sie wirklich in diesem Geschäft verdienen, bleibt ihr Geheimnis.
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  #2 (permalink)  
Alt 10-11-2005, 17:56
Benutzerbild von Killroy
Ficksau
 
Registriert seit: May 2004
Beiträge: 3.927
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Hallo,

daß ich nicht lache

Der Preis ist scheiss, wie es Harry Wynword zu sagen pflegte


Gruß Killroy

Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.
Albert Schweitzer
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  #3 (permalink)  
Alt 10-11-2005, 19:07
Benutzerbild von installateur
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Registriert seit: Nov 2004
Beiträge: 195
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ob der reporter für die mitleidheischende story mit einem freifick belohnt wurde
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  #4 (permalink)  
Alt 18-11-2005, 19:35
Registered User
 
Registriert seit: Jan 2004
Beiträge: 148
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War denn nun mal einer da der etwas mehr berichtet über Stimmung,geht was öffentlich etc
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artemis, berliner, heute, zeitung

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