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Alt 13-07-2005, 21:39
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Exclamation AIDS-Strategie der Bundesregierung - national und global

Das Bundeskabinett hat heute die gemeinsam vom Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung und vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung vorgelegte HIV/AIDS-Bekämpfungsstrategie der Bundesregierung beschlossen. Die Bundesministerinnen Heidemarie Wieczorek-Zeul und Ulla Schmidt stellen sie heute der Presse vor. Das Strategiepapier beschreibt die internationale und die deutsche epidemiologische Situation, die Herausforderungen für die Politik, Ziele und Lösungsansätze, um der noch immer ungebrochenen Zunahme von Neuinfektionen Einhalt zu gebieten.

Die internationale Lage beschreibt Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul so: „Jährlich sterben weltweit drei Millionen Menschen an HIV/AIDS, 40 Millionen sind infiziert. Allein in Afrika südlich der Sahara haben 12 Millionen Kinder ein oder beide Elternteile durch AIDS verloren - das sind genauso viele Kinder wie in Deutschland leben. Das bedeutet: HIV/AIDS bringt unermessliches Leid für die Menschen - und es ist ein gravierendes gesellschaftliches und ökonomisches Problem. Vor diesem Hintergrund hat sich die internationale Gemeinschaft im Jahr 2000 in der Millenniumserklärung verpflichtet, bis zum Jahr 2015 die Ausbreitung von HIV/AIDS zu stoppen und den Trend umzukehren. Wir als Bundesregierung haben die Bekämpfung von HIV/AIDS zu einem Schwerpunkt unserer Entwicklungszusammenarbeit gemacht und stellen dafür pro Jahr rund 300 Millionen Euro zur Verfügung.“

Aber auch in Deutschland ist die Gefahr keineswegs gebannt, unterstreicht Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt: „Aktuell nimmt die Zahl der Neu-Infizierten wieder zu. Im Jahr 2002 sind insgesamt 1.735 Erstdiagnosen registriert worden, im Jahr 2004 waren es 1.928. Besonders beunruhigend ist der starke Anstieg der Sexualkrankheiten, die die HIV-Infektion begünstigen. Der problemlose Zugang zu Beratung und Therapie verbessert und verlängert das Leben Infizierter zum Teil erheblich. Das hat aber den gefährlichen Effekt, dass AIDS von Vielen nicht mehr als unmittelbar lebensbedrohliche Krankheit wahrgenommen wird und vorbeugendes Verhalten
abnimmt.“

Die Bundesregierung hat deshalb ihre bewährte nationale und internationale Politik der HIV/AIDS-Bekämpfung in einem umfassenden Strategiepapier zusammengefasst. Die Strategie bündelt die eigenen Kräfte und Kenntnisse und betont die Bedeutung der Zusammenarbeit insbesondere mit den Vereinten Nationen, UNAIDS, der Weltgesundheitsorganisation, der Europäischen Union, im Rahmen der G8-Verhandlungen und innerhalb des Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria (GFATM).

„Unser erfolgreiches Präventionskonzept mit der Zusammenarbeit von staatlichen und nichtstaatlichen Partnern wird weiterhin die Grundlage sein“, betont Ulla Schmidt. Vor allem geht es darum, das Bewusstsein für den notwendigen Schutz vor HIV aber auch anderen Infektionen zu erhalten. Wir brauchen weiterhin ein Klima der Solidarität mit Betroffenen. Aber wir brauchen auch mehr Anstrengungen in der Forschung.“



Eckpunkte der deutschen Strategie zur Bekämpfung von HIV/AIDS, die sowohl national als auch international gelten, sind weiterhin:

1. Eine vorurteilsfreie Aufklärung über die Übertragungswege und Prävention, um Neuinfektionen zu verhindern und das Schutzverhalten zu stärken.
Die Bundesregierung wird ihre zielgruppengerechte Herangehensweise fortsetzen. Die Präventionsarbeit wird verstärkt auf Menschen mit Migrationshintergrund ausgerichtet. Beratungsangebote werden kultursensibel angepasst, z. B. an die Bedürfnisse junger Migranten und Migrantinnen. Wir sehen das Internet als Plattform der Kommunikation und auch der Partnersuche als Chance, bestimmte Zielgruppen noch besser zu erreichen.

2. Der universelle Zugang zu adäquater Behandlung und Therapie für HIV-Infizierte und AIDS-Kranke.
In Deutschland hat grundsätzlich jeder Zugang zu Beratung und Therapie. Es gilt, die Versorgung auf dem jeweiligen Stand der Wissenschaft zu halten, Ärzte und medizinisches Personal für die Beratung und Betreuung von HIV/AIDS-infizierten Menschen zu qualifizieren und interkulturell aus- und weiterzubilden.

3. Die Schaffung eines gesellschaftlichen Klimas der Solidarität, das zugleich eine Diskriminierung Betroffener verhindert.
Nichtdiskriminierung ist die Grundlage jeder erfolgreichen Präventionsstrategie, denn Angst vor Diskriminierung und Stigmatisierung nötigt die Betroffenen zum Verheimlichen ihrer Infektion und macht sie somit zu einer Gefahrenquelle für andere. Deutschland hat von Anfang an die Selbsthilfeorganisationen der Betroffenen und ihre Aktionen unterstützt; dies hat zur deutlichen Erhöhung der Akzeptanz der HIV/AIDS- Erkrankten in der Gesellschaft geführt.

4. Koordination und Kooperation
Der Erfolg der deutschen HIV/AIDS-Bekämpfung ist vielen Akteuren zu danken. Die Bundesregierung wird die vertrauensvolle und enge Zusammenarbeit fortsetzen. Auf Bundesebene wird eine interministerielle Arbeitsgruppe eingesetzt, die die Kompetenzen der verschiedenen Ministerien bündeln und zusätzliche Wirkung entfalten wird.

5. Die Erfassung der Epidemiologie der Neuinfektionen
Eine wirksame HIV/AIDS-Bekämpfungsstrategie erfordert eine genaue Kenntnis der betroffenen Gruppen. Das Instrument der Surveillance (Überwachung) liefert Daten über die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Seuche und den Erfolg der Maßnahmen. Deutschland wird mit dem neuen „Europäischen Zentrum zur Prävention und Kontrolle von Krankheiten“ bei der Weiterführung und Weiterentwicklung der europäischen HIV/AIDS-Surveillance zusammenarbeiten.

6. Der Ausbau der biomedizinischen und sozialwissenschaftlichen Forschung
Gegen die zurzeit eingesetzten Medikamente werden zunehmend Resistenzen beobachtet. Ein dauerhafter Schutz existiert nicht. Deutschland bringt sich verstärkt bei der über die Europäische Union laufenden Entwicklung und Förderung neuer Ansätze ein und hat zudem auch national eine starke Forschung aufgebaut. Im Rahmen des Kompetenznetzwerks HIV/AIDS wird eine Vielzahl von eng vernetzten Projekten bearbeitet.


7. Eine kontinuierliche Evaluation des Erreichten
Eine kontinuierliche Bestandsaufnahme und Überprüfung der Wirksamkeit von Maßnahmen ist zur Stärkung der Kompetenz und Qualitätssicherung unerlässlich. In Zusammenarbeit mit anderen Staaten und internationalen Organisationen wird Deutschland bei der Entwicklung einheitlicher Kriterien und Systeme zur Evaluierung von Maßnahmen mitwirken. Dabei werden die Betroffenen und ihre Organisationen einbezogen.


Heidemarie Wieczorek-Zeul hebt hervor: „Diese sieben Eckpfeiler tragen nicht nur das nationale Konzept, sondern bestimmen auch im europäischen und globalen Kontext die deutsche Position. Dazu gehören der politischen Dialog mit den Partnerländern und internationalen Organisationen; die Unterstützung unserer Partnerländer beim Ausbau des Gesundheitswesens; die Stärkung der Rolle der Frau für ein selbstbestimmtes Sexualverhalten; der Zugang zu Kondomen; neue Entwicklungspartnerschaften mit starken Partnern in den Heilberufen, in den Medien, in der Zivilgesellschaft, in der Forschung und in der Wirtschaft im Rahmen des Public-Private-Partnership-Ansatzes sowie die Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten, insbesondere durch Zugang zu kostengünstigen Medikamenten.“

Hinweis: Die HIV/AIDS-Bekämpfungsstrategie der Bundesregierung finden Sie auf den Internetseiten: www.bmgs.bund.de sowie www.bmz.de.
Weitere Infos auch unter www.bzga.de und www.gib-aids-keine-chance.de.


http://www.bmgs.bund.de/deu/gra/aktu.../8971_9099.php
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  #2 (permalink)  
Alt 18-07-2005, 08:15
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schöne Worte. Hoffentlich folgen auch Taten.
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  #3 (permalink)  
Alt 25-07-2005, 21:10
Benutzerbild von sailor
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Beiträge: 268
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wir haben eine Strategie. Warten wir die Umsetzung dieser Strategie ab. Bisher sah ich immer viel mehr schöne Worte als Taten.
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Stichworte
aidsstrategie, bundesregierung, global, national

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