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Geschlechtskrankheiten,Risikoverhalten,Verhütung AIDS,Feigwarzen,Hepatitis,Herpes,Syphillis,Tripper,...,AO,FO,FT,Kondome,...


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Alt 07-09-2005, 02:11
Jan Jan ist offline
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Standard Käuflicher Sex ohne Kondom kommt wieder in Mode

Käuflicher Sex ohne Kondom kommt wieder in Mode. Das Risiko, sich mit Aids oder einer Geschlechtskrankheit anzustecken, wird dabei in Kauf genommen. Das Gesundheitsamt und die Aidshilfe Stuttgart reagieren mit einer Infoaktion: Sie sprechen im Rotlichtbezirk die Freier an.
Von Christine Keck

Die Domina mit den Lackhandschuhen und der schwarzen Spitzencorsage lehnt lässig am Straßenpfosten. Sie hält still, als ein Typ mit Rastalocken sich ihr bedrohlich nähert. Der schwankt, als ob der Bürgersteig im Leonhardsviertel ein Schiffsdeck auf stürmischer See wäre. Er fasst der Frau zwischen die Beine: "He, was für eine Schönheit, die würde ich gerne mitnehmen."

Die Domina ist eine Schaufensterpuppe, doch bereits eine Straße weiter stehen ihre lebenden Kolleginnen und warten auf Kundschaft. Junge Blonde mit Stiefeln bis über die Knie, aufgetakelte Vamps, die auf der Straße patrouillieren und die Passanten oder Autofahrer erst mal keines Blickes würdigen. Sie werden umkreist von Mittelklassewagen mit Kindersitzen, von dicken Jeeps und Sportkarossen, von Senioren mit Halbglatze und jungen Kerlen, die sogar nachts noch eine Sonnenbrille tragen.

"Kostenlos das große Los", ruft Alfons Stetter wie ein Marktschreier und drückt einem Mann im Anzug ein orangefarbenes Papierröllchen in die Hand. Der Passant ist zu erschrocken, um abzulehnen. Sein Gesicht signalisiert, dass er in Ruhe gelassen werden will. Er murmelt "Danke" und läuft schneller. Das Los verschwindet in der Jackentasche. Alfons Stetter von der Aidshilfe hat schon den Nächsten im Auge. Zu gewinnen gibt es nichts außer belehrenden Worten.

Die Botschaft des Sozialarbeiters ist eine, die nicht jeder hören will. Er appelliert an die Männer, beim Geschlechtsverkehr mit Prostituierten niemals das Kondom wegzulassen - zu ihrem eigenen Schutz und zum Schutz der Frauen. Mitten im Kiez stellt sich Alfons Stetter an einen Bistrotisch, verteilt Lose, Kondome und Broschüren über sexuell übertragbare Krankheiten. Erstaunlicherweise rennen nicht alle weg. Im Gegenteil: die Domina, ein flackerndes Spielzeugherz und die Ahnung, dass es irgendetwas umsonst gibt, zieht die Neugierigen an. Zumal Stetter, sein Kollege Stefan Lücke von der Aidshilfe, und Sabine Constabel vom Gesundheitsamt bewusst auf Plakate mit offiziellem Schriftzug verzichtet haben. Das würde abschrecken. Nur ein am Straßenrand geparkter Bus verrät mehr über die Aktion, die mittwochabends noch ein paar Mal wiederholt werden soll: "Freier-Info", von Hand geschrieben, steht im Fenster des Wagens.

Es ist die Sorge vor steigenden Neuinfektionsraten, die die Sozialarbeiter ins Rotlichviertel treibt: "Mehr als die Hälfte der Freier verlangt ungeschützten Sex", erzählt Sabine Constabel vom Gesundheitsamt und ist schockiert von der neuen Sorglosigkeit auf dem Strich. Sie verweist auf die Statistiken, die aufhorchen lassen. Im Jahr 2001 haben sich 47 Menschen mit dem HI-Virus neu angesteckt, im vergangenen Jahr sind 59 Infektionen beim Robert-Koch-Institut registriert worden. Die Syphilismeldungen nahmen im gleichen Zeitraum von 17 auf 44 zu. Vor allem die Chlamydieninfektion, die am häufigsten durch Sex übertragene Krankheit, ist kaum mehr zu stoppen. Von hundert Frauen mit mehr als zehn Sexualpartnern sind 19 mit den Chlamydien infiziert. Die Bakterien attackieren die Schleimhäute und können zu Harnröhrenentzündungen führen.

Die Fahrlässigkeit im Umgang mit den Gummis hat unter schwulen Männer zugenommen, aber auch unter den Heterosexuellen breitet sich ein unbekümmerter Umgang mit der Promiskuität aus. Warum das Schutzverhalten nachlässt, erklärt die Sozialarbeiterin Sabine Constabel mit dem "Wunsch nach dem besonderen Kick". Sie spricht von Irrationalität und der Lust, ein Risiko einzugehen, sogar wenn es tödlich sein kann. Die Prostituierten beugten sich dem Drängen der Freier, weiß die Sozialarbeiterin, die seit 15 Jahren als Betreuerin in der Szene unterwegs ist und fast alle der rund 100 Frauen im Leonhardsviertel kennt. "Was bleibt ihnen auch anderes übrig", seufzt Constabel und winkt einer Prostituierten zu. Früher seien Extrapreise "für eine Nummer ohne" üblich gewesen. In Zeiten der wirtschaftlichen Krise und hohen Arbeitslosigkeit fällt der Aufschlag für ungeschützten Verkehr weg. Die Prostituierten lassen sich auf Sonderkonditionen und Erniedrigungen ein, um finanziell über die Runden zu kommen.

Am Bistrotisch gegenüber der Leonhardskirche gehen gegen halb elf allmählich die Lose aus. Ein Sturzbetrunkener schafft es gerade noch, dem Tisch auszuweichen, ein Junkie zieht mit Freundin und Kinderwagen vorbei. "Habe ich den Hauptgewinn gezogen", fragt einer und schwenkt die Bierflasche. Er wisse schon gar nicht mehr, wie das funktioniere mit dem Sex, gesteht er. Außerdem müsse er in drei Wochen nach Rottenburg in den Knast einfahren. Trotzdem steckt er für alle Fälle ein Kondom ein.

Von der wachsenden Bereitschaft, auf den Gummi zu verzichten, wollen die Passanten nichts hören. Sie schütteln die Sozialarbeiter mit Sprüchen wie "Wer es ohne macht, ist dumm" oder "Bin schon aufgeklärt" ab. Keiner gibt zu, Kondommuffel zu sein. "Die müssen ihr Gesicht wahren", sagt Stetter und mimt den Optimisten. Er glaube dennoch, dass die Botschaft ankomme. Die Domina am Straßenposten hat ausgedient, sie wird im Bus des Gesundheitsamtes verstaut - für die Prostituierten im Viertel ist noch lange nicht Schichtende.

Die orangefarbenen Lose von Stetter und seinen Kollegen liegen einige Schritte vom Bistrotisch entfernt aufgerollt auf dem Boden. Zwei Polizisten treten fast mit ihren Schuhen darauf.
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Alt 24-09-2005, 08:40
Benutzerbild von Boogie
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manche lernen es eben niemals
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  #3 (permalink)  
Alt 25-09-2005, 09:52
Benutzerbild von Toma
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Zitat:
Original geschrieben von Boogieman
manche lernen es eben niemals
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  #4 (permalink)  
Alt 26-10-2005, 20:45
Benutzerbild von baluga01
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bald kommen die "experten" und rechnen ihre chancen schön. manche lernen es eben niemals
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  #5 (permalink)  
Alt 27-10-2005, 07:12
sultan
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Manche brauchen keine Wahrscheinlichkeitsrechnung:

"Da sie partout kein Kondom nehmen wollte, ich aber doch nicht ganz Lebensmüde war, einigten wir uns darauf, dass wir zwar ohne Kondom fickten, aber abspriten war nur in ihrem Mund."

http://www.cuba-cool.com/sites/Beri...bericht-TRK.htm

Auf der anderen Seite ist es auch dann schwer, der Ratio den Vortritt zu lassen, wenn man es "eigentlich besser weiß". Statt dessen vermeide ich Situationen, die mich zu einer Dummheit verführen könnten (und werde sicher nicht nach Kuba fahren).
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  #6 (permalink)  
Alt 27-10-2005, 08:19
Benutzerbild von Asto29
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Registriert seit: Jan 2004
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wegen Dummheit muß niemand nach Kuba fahren. Dummheit liegt sehr nahe
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  #7 (permalink)  
Alt 27-10-2005, 08:29
man man ist offline
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Registriert seit: Jan 2004
Beiträge: 2.864
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Ficken ohne .ist ne Tickende Zeitbombe
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  #8 (permalink)  
Alt 27-10-2005, 12:28
sultan
Gast
 
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Und FO ist ohne jedes Risiko?

http://www.hurenforen.to/forum2/show...6756#post86756

Wichtiger als jede Statistik und Fingerheberei finde ich die Frage, wie die kognitive Dissonanz zwischen dem, was wir wissen und dem was wir tun, aufzulösen ist.
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  #9 (permalink)  
Alt 27-10-2005, 12:44
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Registriert seit: Jan 2005
Beiträge: 789
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@sultan:

ich bitten um Threaddisziplin. Wir haben hier ein anderes Thema. Bitte das Thema beachten. Andere Themen bitte in anderen Threads diskutieren
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Stichworte
kondom, käuflicher, mode, sex

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