Nun ja.

Nach dem der gute Raimund hier mehr oder weniger den Alleinunterhalter spielt und immer brav seine Erfahrungen von der Insel zum Besten gibt, kann ich ja meine eine nicht unter den Tisch fallen lassen.

Zunächst erstmal muss ich sagen, dass ich nicht vor hatte in Londonium eine Dame des horizontalen Gewerbes zu beglücken. Das ist mir einfach zu teuer. Nicht das mich meine Auftraggeber zu schlecht bezahlen, ist einfach ne Frage des Prinzips.

Ohne besagte Absicht startete ich also in die zweite Woche meines Engagements in UK. Nach einer vollen Woche Abstinenz und viel zu viel Zeit am Abend habe ich es doch glatt bis Freitag ausgehalten. Samstag hätte ich in Hamburg wieder auf die Piste gekonnt, aber nö, ich musste ja Freitag unbedingt noch auf die Piste.

Offensichtlich kein Stammkunde im LesGirls und ohne Anmeldung dort aufgelaufen, wurde ich erst mal ne halbe Stunde vertröstet. War schon später, so dass es dann gerade noch mit der Stunde bis Feierabend hinhauen könnte. Manchmal bin ich echt gut drauf und erinnerte mich an den Bericht von Raimund mit den 5 GBP für die Empfangsdame. Ich ihr den Lappen mit der Queen drauf überreicht, um auf Nummer sicher zu gehen, was mit einem freundlichen Lächeln quittiert wurde. Danach in den nächst besten Pub und die halbe Stunde abgerissen.

Im zweiten Anlauf wurde ich dann sehr freundlich von der netten Dame empfangen, die mir mitteilte, dass es nur noch wenige Minuten dauern würde. Blitzeschnell hatte sie natürlich klar erkannt, dass ich nie und nimmer Engländer sein könne. Die Begründung war, dass ich um die Zeit noch nüchtern sei und viel zu höflich. Ich kann aber auch ein charmantes Kerlchen sein.

Nun gut, zum Wesentlichen.

Wie selbstverständlich stellte sie mir dann das Madel vor. Yup, das Madel, denn auswählen war nich. Machte aber nix, denn die Gute war wirklich hübsch, ein zierliches Püppchen von ca. 1,60 m, mit kleinen A-Tittchen und kleinem Po, offensichtlich auch keine Engländerin (Portugiesin wie sich später rausstellte), was für die Optikfraktion. Die lächelte eben so freundlich und ich übergab der Tante 115 GBP. Zusammen mit den 5 GBP habe ich also eine Stunde mit einer süssen Maus für 170/175 Euro gebucht, ohne den geringsten Dunst zu haben, was dann abgehen sollte.

Leider hatte ich die gesammelten Werke von Raimund nicht gelesen, nur ein zwei Berichte, um die Preise in Erfahrung zu bringen und mir gerade mal den Namen des Ladens behalten, das war's.

War somit vermutlich die teuerste Wundertüte, die ich jemals geordert habe.

Egal. Rein ins Vergnügen.

Problem Nr. 1. Mein komischer Akzent (Quasseln in der Praxis von Ex-Kollegen aus Dallas/Texas, Kapstadt/Südafrika, Sydney/Australien und Arlington bei Birmingham/UK gelernt - gepaart mit einigen Intensivkursen Oxford-Englisch für die Höflichkeit und Grammatik - jaja, wer in der Schule lieber gepennt hat ...) Umgekehrt war's kein Problem. Ich konnte sie gut verstehen.

Auf Deutsch: Ihr hübsches Gesicht hätte Falten bekommen, wenn ich noch mehr auf sie eingeredet hätte, da sie permanent die Augen zu kniff, um hoch konzentriert meinen Ausführungen zu lauschen.

Problem Nr. 2. Das Vokabular für die Action.

Für das tägliche Leben und den Beruf mit der nötigen Sicherheit und Wortreichtum ausgestattet, die Begriffe-Sammlung von Raimund hätte sicher an dieser Stelle geholfen.

Nun ja. Das Mädel war hübsch. Mit Händen und Füssen klappt die Kommunikation auch. Schlimmer als mit einer Russin, die vor 2 Tagen eingereist ist war es auch nicht, da sie ja zumindest ein Teil von dem verstand, was ich da so abgesondert habe.

Der Service hat mich positiv überrascht. ZK waren problemlos möglich mit Initiative, die von ihr ausging und die waren Zucker. Blasen ohne Kondom ebenfalls ohne Worte, die Performance da allerdings nicht so prall. Hätte tiefer sein können, waren aber wenigstens keine Hände im Spiel. Wechsel in die 69 mit Handzeichen (heisst das in UK nich sixty-nine??). Wildes Zucken stellte sich ein und sie höre sofort auf zu blasen. Anschließend mit Bereifung drauf auf die Maus, ihre Beine hinter ihre Ohren geklemmt. Seltsamerweise war sie nicht sonderlich eng, so dass es einige Zeit dauert bis ich soweit war. Obwohl ich die ganze Arbeit gemacht habe, war sie schweißnass.

Also erstmal Pause eingelegt. Zeit noch reichlich vorhanden für eine zweite Runde (wobei ich zu diesem Zeitpunkt ja nich mal wusste, ob ich überhaupt eine zweite Runde mit gebucht hatte).

Der Einfachheit halber habe ich sie erzählen lassen und einfache Fragen in bestem Oxford-Englisch formuliert. Sie hat sich dabei nett angekuschelt

Sie ist nach eigenen Angaben 22 Jahre alt, seit einem Jahr in England (dafür kann sie nich gut Englisch) und seit ein paar Wochen in dem Laden. Das Arbeiten tagsüber sei ok, abends kämen ihr zu viele Betrunkene, was sie nicht so mag. Sie wird wohl nicht so lange in England bleiben, da ihr da (und speziell in London) das Leben zu teuer ist und fast die gesamte Knete, die sie da verdient für Miete, Essen, Klamotten draufgeht. Groß sparen ist nich. Hatte sie sich anders vorgestellt. Eltern sind in Portugal und denken, dass sie in einem Hotel arbeitet. Mehr oder weniger das Übliche halt. Nach der Kurzgeschichte hat sie dann aber selbst wieder die Kurve gekriegt und meinte, dass ich aber ein ganz Lieber sei und fing wieder an mich zu Küssen. Also hatte ich doch eine zweite Runde gebucht.

Die zweite Runde gestaltete sich dann etwas variantenreicher als die erste. Reiten, doggy und im Stehen an die Wand genagelt, alles dabei. Abschuss gerade noch in der Zeit. 30 sec. nach Beendigung von der zeiten Runde, erinnerte ein Klopfen an der Tür an den Zeitablauf. Konnte mich aber noch in Ruhe ankleiden und wurde dann hinausgeleitet.

Fazit: Wahrscheinlich habe ich den Glücksgriff getan, aber trotz umgerechneten 175 Schleifen fand ich im Nachhinein das Geld gut angelegt.

v.